Religion von Zubeen Garg

Überprüft
Religion
Bestätigte Information
Quelle: Er hat öffentlich erklärt, dass er an keinen Gott glaubt. Man kann daraus schließen, dass er Atheist war.
Vollständiger Name
Zubeen Garg
Nationalität
Beruf

Der Glaube von Zubeen Garg im Detail

Zubeen Garg war eine der großen Persönlichkeiten der nordostindischen Musik und nahm im Herzen des assamesischen Publikums einen ganz besonderen Platz ein. Geboren am 18. November 1972 in Tura im Bundesstaat Meghalaya als Sohn von Mohini Mohon Borthakur und Ily Borthakur, etablierte er sich über die Jahrzehnte als außergewöhnlicher Sänger und Komponist, der hinduistische vaishnavitische Andachtslieder, muslimische Zikirs oder auch christliche Gospels mit derselben Intensität interpretieren konnte.

Er starb im September 2025 und hinterließ ein Werk, das kulturelle und religiöse Grenzen weit überschritt. Gerade im Bereich der Religion erscheint sein persönlicher Weg besonders einzigartig: In eine Brahmanenfamilie hineingeboren, entschied er sich, jede konfessionelle Etikettierung abzulehnen und sich vor allem als freier Mensch zu definieren.

Ein öffentlich abgelehntes brahmanisches Erbe

Zubeen Garg wurde in eine assamesische Brahmanenfamilie geboren. Diese Herkunft gehörte zu seinem Erbe von Geburt an, doch er stellte sie nie als persönliche spirituelle Identität dar. Im Juli 2019 erklärte er selbst, dass er von Geburt an Brahmane sei, stellte jedoch klar, dass er anlässlich eines Films seinen Lagun, die traditionelle heilige Schnur, die von Männern der oberen hinduistischen Kasten getragen wird, abgeschnitten habe und sie danach nie wieder angelegt habe. Diese Geste war nicht belanglos: Sie brachte konkret die Distanz zum Ausdruck, die er zu den von seiner Familie geerbten religiösen Praktiken eingenommen hatte.

Seine öffentliche Haltung blieb konstant und klar. Zubeen Garg bezeichnete sich als Atheist und lehnte organisierte Religion offen ab. Eine von den Medien häufig zitierte Formulierung fasst sein Denken gut zusammen: „Ich habe weder Kaste noch Religion noch Gott, ich bin Mensch.“ In seinen Augen lag das Heilige nicht in religiösen Institutionen oder Texten, sondern vielmehr in der Musik, der Natur und den Verbindungen zwischen den Menschen.

Ein humanistischer Atheismus mit buddhistischen Affinitäten

Auch wenn er sich in erster Linie zum Atheismus bekannte, ließen einige Aussagen von Zubeen Garg auch philosophische Affinitäten zum Buddhismus erkennen. Indische Medien berichteten, dass er sich manchmal als Buddhist bezeichnete. Diese Haltung scheint jedoch eher als intellektuelle und philosophische Sensibilität denn als formelle religiöse Praxis verstanden werden zu müssen. Es gibt nämlich keine Bestätigung dafür, dass er einer buddhistischen Institution angehörte oder regelmäßig buddhistische Praktiken ausübte.

Auf die Frage nach der Seele antwortete er ohne Umschweife. In einem Interview, das vom Blogger Bikash K. Bhattacharya zitiert wurde, sagte er auf die Frage, ob er an die Existenz einer Seele glaube: „So etwas wie eine Seele gibt es nicht, nur den Körper. Es gibt das Herz und das Gehirn.“ Diese materialistische Sicht auf die Existenz bestand dennoch neben einer starken Sensibilität für die spirituelle Dimension der Musik und für die Harmonie zwischen den Gemeinschaften. In einem Assam, das von religiösen Spannungen zwischen Hindus und Muslimen geprägt ist, wurde seine Musik zu einem Symbol des Zusammenlebens. Und selbst nach seinem Tod zeigte sich diese Einheit: Hindus und Muslime standen in der Trauer Seite an Seite, während Mitglieder der muslimischen Gemeinschaft in seinem Zuhause Gebete (Dua) organisierten.

Was ist die Religion von Zubeen Garg?

Zubeen Garg ist Atheismus. Diese Information wurde offiziell bestätigt.

War Zubeen Garg Hindu?

Nein, Zubeen Garg bezeichnete sich nicht als Hindu, trotz seiner brahmanischen familiären Herkunft. Er wurde zwar in eine assamesische Brahmanenfamilie hineingeboren, distanzierte sich jedoch im Erwachsenenalter öffentlich von diesem religiösen Erbe, insbesondere indem er die heilige Schnur (lagun) ablegte und sie danach nicht mehr trug. Seine erklärte persönliche Haltung war die eines Atheisten: Er lehnte jede Zugehörigkeit zu einer Kaste, einer Religion oder einem Glauben an Gott ab und definierte sich schlicht als Mensch. Daher kann man ihm nicht allein aufgrund seiner familiären Herkunft eine hinduistische Praxis oder Identität zuschreiben.